Besuch im Dormitorium Beckum

Besuch im Dormitorium Beckum

Dormitorium – Voderansicht

Zum Abschluss der diesjährigen regelmäßigen botanischen Wanderungen entschieden sich die Mitglieder des VNU zur Besichtigung des Dormitoriums in Beckum.

Das Dormitorium in Beckum war das Schlafgebäude des Augustinerinnenklosters Blumental, das ursprünglich vor den Toren Beckums gegründet, dann aber in die Stadt verlegt wurde. Das heute denkmalgeschützte Gebäude blickt auf eine mittlerweile 500jährige Geschichte zurück. Einst gehörten zum Kloster Blumental 25 Schwestern, bei Auflösung im Jahr 1814 waren es nur noch 3. Die Gebäude des Klosters wurden später abgerissen, das Dormitorium hingegen blieb erhalten.

In den 1990er Jahren geriet das Dormitorium in Vergessenheit, lange Jahre stand es leer und blieb ungenutzt. Zwischenzeitlich sollten hier Eigentumswohnungen entstehen, diese Pläne wurden jedoch wieder verworfen. 2007 kaufte der Beckumer Unternehmer Stefan Wittenbrink das Gebäude und zusammen mit engagierten Mitbürgern wurde das Gebäude wieder aufgebaut und gründlich saniert. Ziel des Unternehmers war es, das Gebäude letztlich dem Beckumer Heimat- und Geschichtsverein zu überlassen. Dem Verein gelang es dann auch, zahlreiche Geldgeber für dieses Projekt zu finden.

2009 schließlich wurde das Dormitorium seiner heutigen Bestimmung übergeben und bildet seither einen Treffpunkt für geschichtsinteressierte Bürgerinnen und Bürger. Die „Bruderschaft der Beckumer Bauknechte“ und der „Arbeitskreis Familienforschung Ahlen und Umgebung“ haben hier ihr neues Domizil gefunden.

Der Förderer und Initiator zum Wiederaufbau, Stefan Wittenbrink, führte die VNU-Mitglieder durch das Gebäude und erläuterte auf eindrucksvolle Weise den Werdegang der Restaurierung. Ein anschließender Lichtbildervortrag machte noch deutlich, welcher Aufwand nötig war, um das Gebäude in den heutigen Zustand zu versetzen.

Dormitorium – Rückansicht

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