Mackenberg 2012

Mackenberg 2012

21 Jahre Pflegearbeiten des VNU im NSG Mackenberg

Zählen, Definieren, Kartieren, auch im Jahr 2012 führte der VNU neben den Kartierungsaufgaben wieder die Pflegearbeiten auf dem Mackenberg und im Bergeler Wald durch.
Hierbei galt es den Gras- und Gestrüppaufwuchs zu beseitigen, der den Kalkboden mit Stickstoff belastet.
Am Fuße vieler Hanglagen auf dem Mackenberg führt eine intensive Humusbildung aufgrund der Nährstoffwanderung an diesen tiefer gelegenen Stellen zum üppigen Wachstum von Großstauden und Brennnesseln, die teils zwei Meter hoch aufwuchsen. Unzählige Clematisranken erschwerten die Mäharbeiten zudem erheblich.
Nachdem wir im Vorstand den Beginn der Pflegearbeiten terminiert haben, konnte ich mich sofort ans Werk machen, die Geräte und Maschinen für die Arbeitseinsätze vorzubereiten, damit bei den Arbeitseinsätzen alles funktioniert.

Diese Arbeitsschritte sind im Einzelnen:

– Ölwechsel am Balkenmäher durchführen
– Luftfiltereinsatz erneuern
– Benzinfilter erneuern
– alle Muttern auf festen Sitz überprüfen
– Federspannung der Finger am Mähbalken einstellen
– alle Schmiernippel der beweglichen Teile warten
– Reifendruck überprüfen
– Rostbeseitigung am Messerbalken
– Hebelzüge und deren Funktion prüfen, nachfetten
– Reifenlager der Schubkarren fetten
– Reifendruck der Schubkarren kontrollieren
– Aluharken, Holzharken instand setzen, usw.

Der Mackenberg zählt trotz seiner geringen Größe, im Vergleich zu anderen Gebieten, zu den wertvollsten Naturschutzgebieten im Kreis Warendorf.
Die Größe des gesamten Gebietes wird auf ca. 6,5 ha benannt, wobei wir innerhalb des NSG gleichzeitig den höchsten Punkt des Kreises Warendorf mit 171 m über NN vorfinden.

Zurzeit besteht das zu pflegende Gebiet aus einem Teil Grasflächen und zwei Teilen Waldmeister – Buchenwald mit einigen Eichensolitären.

In diesem Jahr wurden wieder mit der Neubeckumer „BUND – Jugendgruppe“ gemeinsame Arbeitseinsätze durchgeführt. Bei einem gemeinsamen Picknick zur Mittagszeit wurde dann neue Energie für die weitere Arbeit getankt.

Die Leistung der Mannschaft war bei den zahlreichen Arbeitseinsätzen enorm. Um dem gewaltigen Bedarf der harkenden Mannschaft gerecht zu werden, musste immer 2 Tage im Voraus genug Gras geschnitten werden.

Dieser Herausforderung stellten sich u.a. Herr Stratmann und Herr Diederichs, mit dem Balkenmäher und den neuen Motorsensen, die in diesem Jahr beschafft wurden. Eine der schwersten Arbeiten war es, dass Clematisgestrüpp und die eingewachsenen Brennesseln aus den Randbereichen zu entfernen. Der zunehmende Aufwuchs von Urtica dioica ist ein sicheres Zeichen für ein hohes
Stickstoffaufkommen. Der Bereich der höher gelegenen Grasflächen ist noch frei von Brennnesseln.
Da der Balkenmäher nicht so gut an allen Hanglagen eingesetzt werden konnte, mussten zahlreiche Flächenbereiche nur mit den Motorsensen geschnitten werden. Durch die Art der Schnittabfolge bei Motorsensen ergibt sich hier eine wesentlich geringere Flächenleistung pro Stunde.

Nach dem Schnitt folgte das Harken und Schwaden der Grasmengen in einem zweiten Arbeitsschritt.

Der dritte Arbeitsabschnitt bedeutet dann das Aufladen und Abfahren, mittels Forken und Karren, zu den Sammelstellen die an befahrbaren Wegen des NSG liegen.

Die rund 20 Kubikmeter Gras- und Gestrüppaufwuchs werden dann bei geeigneter Witterung vom Kreisbauhof auf LKW geladen und der Kompostanlage in Ennigerloh zugeführt.

Die Arbeiten im Bergeler Wald sind etwas weniger kräftezehrend, da hier vorwiegend Brombeerranken und Holunderaufwüchse zu beseitigen sind. Das nachfolgende Bild zeigt die flächenschonende Handarbeit mit der dort die Brombeeren samt Wurzeln entfernt werden. Diese bilden erhebliche Konkurrenz für die schützenswerten Pflanzen.

Anschließend wird das Gestrüpp von der Fläche entfernt:

Klassische Arbeitssituation auf dem Mackenberg:

Picknick:

Über jede Art der Unterstützung würden wir uns sehr freuen.

Kontakt:

VNU
Verein für Natur- und Umweltschutz im Kreis Warendorf e. V.
Herrn Erhard Scholz
Finkenstraße 24
48324 Sendenhorst
Tel. 02526-836
E-Mail: info(at)vnu-kreis-waf.de

Oelde, im Dezember 2012,
von Werner Diederichs

Weitere Bilder von Heinrich Deppe

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