Jahreshauptversammlung 2014

VNU möchte bis 2017 eine neue Rote Liste herausgeben

Oelde (ba). Im Heimathaus in Oelde hat der Verein für Natur und Umweltschutz (VNU) bei seiner Jahreshauptversammlung nicht nur zurückgeblickt, sondern auch erwartungsvoll auf seine anstehende Arbeit in den Naturschutzgebieten vorausgeschaut.

Den Verein für Natur- und Umweltschutz führen (v. l.) Erhard Scholz (Zweiter Vorsitzender und Schriftführer), Ursula Jörgens (VNU-Kurier), Werner Diederichs (Leitung Pflegearbeiten), Heide Nöh (Vorsitzende), Raymonde Hackenholt (Kassiererin), Gabriele Deppe (Öffentlichkeitsarbeit) und Burkard Stratmann (Botanik-Leitung). Zur Jahreshauptversammlung traf man sich im Oelder Heimathaus. Bild: Alberternst

Den Verein für Natur- und Umweltschutz führen (v. l.) Erhard Scholz (Zweiter Vorsitzender und Schriftführer),
Ursula Jörgens (VNU-Kurier), Werner Diederichs (Leitung Pflegearbeiten), Heide Nöh (Vorsitzende),
Raymonde Hackenholt (Kassiererin), Gabriele Deppe (Öffentlichkeitsarbeit) und Burkard Stratmann
(Botanik-Leitung). Zur Jahreshauptversammlung traf man sich im Oelder Heimathaus. Bild: Alberternst

Die Vorsitzende Heide Nöh zeigte sich begeistert von den Aktivitäten im Jahr 2013. Der Verein habe sich auch an einem Wettbewerb im Internet beteiligt. „Es war immer spannend zu sehen, wo wir stehen“, beschrieb sie die Zeit der Abstimmung. Trotz einer Platzierung im Mittelfeld habe man eine „sehr positive Resonanz“ erfahren. Der Verein habe außerdem verschiedene Naturschutzgebiete besucht und dabei „wundervolle Pflanzen sehen dürfen“. Heide Nöh lobte die Mitglieder für ihr großes Engagement insbesondere auf dem Mackenberg.
Auch Botanik-Leiter Burkard Stratmann konnte auf ein gelungenes Jahr zurückblicken. Es sei ein „sehr gutes Orchideenjahr“ gewesen. Arten wie das Torf-Glanzkraut „Liparis loeselii“ habe man hingegen nur sehr selten entdeckt. Er erläuterte zudem ein Projekt, mit dem der VNU dieses Jahr startet. Bis 2017 solle eine neue Rote Liste herausgegeben werden. Dafür werde man nun regelmäßig das Auftreten der Pflanzenarten protokollieren.
Der Leiter der Pflegearbeiten, Werner Diederichs, hob besonders das Naturschutzgebiet auf dem Mackenberg hervor: „Dort ist die Natur noch in Ordnung.“ Diederichs begründete dies mit dem Auftreten der Atropa bella-donna, der Tollkirsche. „Diese Hochstaude habe ich vorher nur im Sauerland gefunden“, unterstrich er die Seltenheit. „Wenn wir im Naturschutzgebiet nicht mehr Hand anlegen würden, würde es verbuschen“, untermauerte er außerdem die Aktivitäten des VNU. Dabei sei auch die Unterstützung der Jugendgruppe des BUND Neubeckum sehr wichtig.
Im Jahr 2014 wird der Verein eine Jahresfahrt nach Schleswig-Holstein und Hamburg antreten. Auf der Reise werden die Mitglieder auch die Schlei-Dörfer und den einzigen deutschen Fjord besuchen.

Text: „Die Glocke“, 13.03.2014
Bild: Alberternst

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